Kindheit
Unsere Wege kreuzten sich zum ersten Mal im Kindesalter – auf einer Kindergeburtstagsparty in Klostermansfeld. Doch während wir heute über diese Erinnerung schmunzeln können, war der erste Eindruck eher… nun ja, ausbaufähig. Der Funke wollte damals nicht so recht überspringen, und so verloren wir uns wieder aus den Augen.
Ausbildung
Ca. 8 Jahre später, im August 1997, nach Abschluss des Abiturs, begegneten wir uns erneut – diesmal unter völlig anderen Vorzeichen: Unsere Ausbildung zur Physiotherapeutin an der Fachschule NOVUM in Sangerhausen begann.
Es dauerte nicht lange, bis sich eine echte Freundschaft entwickelte. Drei Jahre lang saßen wir im Unterricht hintereinander. Es gab kaum eine Minute, in der wir nicht miteinander geschnattert haben. So wuchs unsere Freundschaft Stück für Stück und wurde gestärkt durch gemeinsame Arbeitseinsätze in der Schule, Klassenpartys, Weihnachtsfeiern und Pausenaufenthalte am Imbiss des Sangerhäuser Bahnhofs.
Besonders prägend war unser gemeinsames Praktikum im Fachbereich Psychologie/Psychiatrie in den Neinstedter Anstalten im Februar/März 2000. Sechs Wochen verbrachten wir dort und unterstützten uns gegenseitig bei der Arbeit mit schwerst geistig und körperlich beeinträchtigten Menschen.
Prüfungen
In der intensiven Prüfungszeit im Frühjahr 2000 lernten wir zusammen über Wochen hinweg für 28 Prüfungen in unterschiedlichsten medizinischen Fachbereichen. Unsere Welt bestand in dieser Zeit nur noch aus Büchern, Knochen, Muskeln, Nerven, Behandlungstechniken und Diagnosen – alles andere blendeten wir konsequent aus - 100 % Fokus auf das gemeinsame Ziel.
Im Mai 2000 war es schließlich so weit: Die Prüfungsphase begann. Wir standen uns in dieser intensiven Zeit gegenseitig zur Seite, motivierten und unterstützten uns. Mit viel Fleiß und Durchhaltevermögen meisterten wir jede einzelne Prüfung – und das mit Erfolg.
Berufsleben & Weiterbildungen
Nach dem Abschluss trennten sich unsere Wege zunächst: Diana arbeitete in Halle, Sandy in Klostermansfeld. Doch wir sahen uns schneller wieder als erwartet: Zur Manuellen Lymphdrainage-Fortbildung verbrachten wir vier intensive Wochen in Dresden. In den folgenden zwei Jahren kreuzten sich unsere Wege immer wieder – bei gemeinsamen Fortbildungen in Manueller Therapie und Craniosacraler Therapie, mit regelmäßigen Treffen in Leipzig, an der Nordsee, in Erfurt, Chemnitz und Arnstadt. Besonders in Erinnerung geblieben sind uns die vielen Autofahrten dorthin – voller Lachen, guter Gespräche und jeder Menge Spaß.
Familienglück - neue Perspektiven - und ganz viele Ideen
Es begann eine besondere Zeit in unserem Leben: Im Dezember 2004 brachte Diana ihren Sohn Tizian zur Welt, im Oktober 2006 folgte Sandys Tochter Leyla. Mit dieser neuen Rolle rückten Fortbildungen erst einmal in den Hintergrund, und unser Fokus lag ganz auf unseren Familien. Beruflich verbrachten wir zwar weniger gemeinsame Tage, doch dafür gab es umso mehr stundenlange Telefonate und regelmäßige Besuche.
2008 konnte Sandy aufgrund von gesundheitlichen Startschwiergikeiten ihrer Tochter vorübergehend ihrer Arbeit nicht nachgehen. In dieser ungeplanten Auszeit wuchs eine Idee, die sie nicht mehr losließ: „Eine eigene Praxis – gemeinsam mit Diana.“ Nach einer intensiven Phase voller Überlegungen, fassten wir den Entschluss, unsere Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Mit jeder Menge Engagement, Herzblut, echtem Teamgeist, der tatkräftigen Unterstützung unserer Familien, einer ordentlichen Portion Mut und dem festen Glauben an uns selbst, stemmten wir Planung, Umbau und Gründung.
Der große Schritt: die eigene Praxis
2009 war nicht nur ein Jahr, sondern ein Neuanfang: Am 15. April 2009 ging für uns ein Herzenswunsch in Erfüllung: Wir eröffneten voller Stolz die Türen unserer eigenen Physiotherapiepraxis in Klostermansfeld. Seitdem arbeiten wir tagtäglich Seite an Seite – mit einem starken Team, viel Erfahrung und einem klaren Ziel: Menschen auf ihrem Weg zu mehr Gesundheit, Bewegung und Lebensqualität zu begleiten.
Heute - ein starkes Team mit Herz und Geschichte
Und auch heute sind wir immer noch ein unschlagbares Duo, das sich die Freude an gemeinsamen Weiterbildungen, das Lachen auf langen Autofahrten und die Leidenschaft für unseren Beruf bewahrt hat. Trotz aktueller Herausforderungen wie dem Stellenwert des Berufsbildes der Physiotherapie in der Gesellschaft, zunehmender Bürokratie, Fachkräftemangel und der damit einhergehenden zunehmend schwierigeren Personalgewinnung blicken wir mit Zuversicht, Engagement und Herz in die Zukunft – bereit, weiterhin jeden Tag das Beste für unsere Patientinnen und Patienten zu geben.